Therapeutische Hypnse bei psychosomatischen Beschwerden
Die positiven Auswirkungen moderner therapeutischer Hypnose können grundsätzlich auch bei körperlichen Problemen genutzt werden.
Hier unterscheiden sich im Wesentlichen drei Beschwerdetypen:
- Körperliche Beschwerden, deren Ursache seelisch / psychisch zu finden sind (Psychosomatik).
- Körperliche Beschwerden oder chronische Krankheiten, die durch eine Lebensumstellung (oftmals Ernährung, Bewegung)
sehr günstig zu beeinflussen wären, was jedoch häufig ohne Unterstützung nicht gelingt.
- Körperliche Beschwerden nach Unfällen oder durch chronische Krankheiten, die auch durch Verhaltsnsänderungen nicht oder nur
in sehr geringem Umfang zu beeinflussen sind. Hier kann der Umgang mit Beschwerden bzw. die individuelle Wahrnehmung sich
durch eine Therapie positiv entwickeln.
Psychosomatik
Körper und Psyche sind keine getrennten Einheiten. Anhaltender Stress, ungelöste Konflikte oder belastende Lebenssituationen
können sich nicht nur emotional, sondern auch körperlich bemerkbar machen. Umgekehrt beeinflussen körperliche Beschwerden
wiederum das seelische Erleben.
Von psychosomatischen Beschwerden spricht man, wenn körperliche Symptome auftreten oder bestehen bleiben, ohne dass sie
vollständig durch eine organische Ursache erklärbar sind - oder wenn psychische Faktoren den Verlauf deutlich mitprägen.
Bespielhafte Beschwerdebilder, bei denen Hypnosetherapie eingesetzt werden kann:
- Chronische Verspannungen
- Magen- und Darm-Beschwerden (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa
- Reizdarm-Symptomatik
- Kopfschmerzen oder Spannungskopfschmerzen, Migräne
- Schlafstörungen
- Stressbedingte Hautreaktionen
- Chronische Hautkrankheiten (Neurodermitis / Atopisches Ekzem, Psoriasis / Schuppenflechte)
- Herzklopfen oder vegetative Unruhe, Herzneurose, Herzstolpern
- Anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen, Unwohlsein, ständige Müdigkeit, Antriebsarmut
- Fibromyalgie
- Viele Arten chronischer Schmerzen
- Schwindel
- Bluthochdruck
- Tinnitus
Wie kann Hypnose hier unterstützen?
In der Hypnosetherapie wird ein Zustand fokussierter innerer Aufmerksamkeit genutzt, um die Verbindung zwischen innerem Erleben und körperlicher Reaktion bewusster wahrzunehmen. Ziel ist es, unbewusst verankerte Stressmuster zu regulieren, körperliche
Anspannung zu reduzieren und neue innere Reaktionsmöglichkeiten zu entwickeln.
Es geht bei der Hypnosetherapie nicht um eine schnelle Symptomunterdrückung, sondern darum, die Ursachen und Reaktionsmuster (innere Belastung und körperliche Reaktion) zu erkennen und aufzulösen. Automatisierte Stressreaktionen können auf diese Weise
reguliert werden.
Dadurch, dass in der Hypnose an den tiefen Ursachen der Beschwerden gearbeitet wird, können häufig schnellere und auch
nachhaltigere Ergebnisse erzielt werden als mit konventionellen therapeutischen Maßnahmen.
Hypnose versteht sich hierbei nicht als Ersatz medizinischer Behandlung, sondern als ergänzende therapeutische Methode,
insbesondere wenn körperliche Symptome mit emotionalen oder belastenden Faktoren in Zusammenhang stehen.
Natürlich gilt deshalb: Eine sorgfältige medizinische Abklärung körperlicher Beschwerden ist Voraussetzung für die
hypnotherapeutische Behandlung.
